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Aktuelle Pressemitteilungen

 

 

Hier finden Sie die Pressemitteilungen des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V.:

FPSB Europe: Neues Positionspapier zum Verbraucherschutz

FPSB Europe als Zusammenschluss der europäischen FPSB Organisationen aus Irland, Großbritannien, Frankreich, den Niederlande, Österreich, Schweiz und Deutschland hat in den letzten Monaten eine gemeinsames Positionspapier zum Thema „Consumer Protection and Investment Advisor, Financial Advisor and Financial Planning Compentency and Oversight in Europe“ erstellt. Dieses Positionspapier wird u.a. an die Europäischen Institutionen und Verbände verschickt sowie auf der „Better Finance“-Konferenz am 3. Juli vorgestellt.

Ein wesentlicher Punkt ist u.a. die nachfolgende Forderung:

Um eine wirksame Unterstützung und einen wirksamen Schutz der Verbraucher im Bereich der Finanzdienstleistungen für Privatkunden zu gewährleisten, schlägt das Financial Planning Standards Board (FPSB) vor, dass Regulatoren, Verbraucherorganisationen und Berufsverbände in ganz Europa zusammenarbeiten, um:

  • Finanzplanung unter dem regulatorischen Regime zu integrieren,
  • anzuerkennen, dass CERTIFIED FINANCIAL PLANNER®-Professionals die Mindestkompetenzanforderungen für die Beratung in Anlagethemen, Versicherungsprodukten und Hypothekarkrediten nach der Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II), die Versicherung Vertriebsrichtlinie (IDD) und der Hypothekarkreditrichtlinie (MCD) erfüllen und überschreiten,
  • zu fordern, dass Finanzplanungen immer im Rahmen einer kundenseitigen Sorgfaltspflicht („Client-frist Duty of Care“) erstellt werden und
  • Finanzplaner durch eine berufsständische Zertifizierungsorganisation, die in enger Abstimmung mit nationalen Behörden arbeitet, zu beaufsichtigen.

Der FPSB schlägt deshalb vor, dass die europäischen Regulierungsbehörden, Verbraucherorganisationen und Berufsverbände, wie der FPSB, für einen wirksamen und dauerhaften Verbraucherschutz offene Kommunikationswege aufrechterhalten und darauf hinarbeiten sollten, dass die europäischen Rechtsvorschriften weiter ausgebaut werden:

  1. Schaffung eines Rahmens für die Anerkennung der Finanzplanung als eigenständige Berufspraxis, die direkt bzw. nicht reguliert werden kann,
  2. Sicherstellung hohen Kompetenzanforderungen an Finanzberater,
  3. Forderung und Überwachung umfassender und vollständiger Treuepflichten für diejenigen, die Finanzplanungs- und Beratungsleistungen erbringen und
  4. Delegation der kontinuierlichen Aufsicht von allen Finanzdienstleister mit Kundenkontakt an eine berufsständische Zertifizierungsorganisationen.

Das FPSB ist der Ansicht, dass die nationalen Finanzplanungsorganisationen mit ihren Kompetenzstandards, ihren Ethik-Richtlinien und ihren professionellen Standards eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung, Anwendung und Erfüllung eines präzisen Rechts- und Verwaltungsrahmens auf nationaler Ebene spielen sollte

Warum die neue DIN-Norm für die Finanzanalyse so sinnvoll ist

DIN Norm 77230 soll bald veröffentlicht werden. FPSB Deutschland maßgeblich an der Entwicklung beteiligt. Verbraucher und Berater erhalten damit Mindeststandard für eine umfassende Finanzanalyse

Mehr verbindliche Standards – das ist eine häufig genannte Forderung hierzulande, um die Finanzberatung nachhaltig zu verbessern. Ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg dorthin ist bald erreicht. Die „DIN Norm 77230 Basisanalyse für Privathaushalte“ dürfte noch in diesem Jahr in Kraft treten. „Wir begrüßen die neue Norm ausdrücklich“, sagt Professor Dr. Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des Financial Planning Standards Board Deutschland (FPSB Deutschland). „Denn der DIN-Standard definiert für Privatkunden einen Mindeststandard für eine umfassende Finanzanalyse. Damit soll sichergestellt werden, dass künftig in keiner Finanzberatung grundlegende Themen, wie etwa eine fehlende Haftpflichtversicherung, übergangen werden können.“ Der FPSB Deutschland hat von Anfang an intensiv bei der Entwicklung dieser Norm mitgearbeitet, um mit seiner Erfahrung als Zertifizierungsorganisation für ganzheitliche Finanzplanung die Qualität und den Verbraucherschutzaspekt der Norm zu unterstützen.

 

FPSB Deutschland Vorstandsmitglied Peter Asmussen wird Vice-Chairman der European Financial Planning Association (EFPA)

In der  österreichischen Hauptstadt Wien fand am 14. Juni 2018  die Generalversammlung der European Financial Planning Association (EFPA) statt. Das dominierende Thema dieser wichtigen Sitzung war die Neuwahl des Führungsgremiums. EFPA Europe wird von einem vierköpfigen Team geleitet, bestehend aus dem Chairman, zwei Vice-Chairman und dem Sekretär, der zugleich auch Schatzmeister ist. Der bisherige Chairman Josep Soler-Alberti aus Spanien hatte nicht für eine Wiederwahl kandidiert, daher galt es ein neues Führungsteam zusammenzustellen.

Das neu angetretene Team wurde mit großer Mehrheit der acht Stimmen (Es gilt das Prinzip: 1 Land = 1 Stimme) bestätigt. Den Vorsitz für die nächsten drei Jahre übernimmt der italienische Wirtschaftsprofessor Emanuele Carluccio (im Bild 2.v.l.), an seiner Seite stehen als Vice-Chairman Marta Gellová (Tschechien) und unser Vorstandsmitglied Peter Asmussen, sowie als Schatzmeister der Zypriot Constantinos Christofides (im Bild rechts).

In der anschließenden Sitzung des Board of Directors ging es dann sofort an die operativen Themen. Die Verwaltung und Strukturen sollen professionalisiert werden, außerdem steht die Finalisierung der Strategie und eine Klärung der weiteren Beziehung zu FPSB Ltd. an. Zum Verständnis: Während in Deutschland und Österreich FPSB und EFPA in einer Organisation vereint sind, sehen sich diese Organisationen in anderen Ländern als (potentielle) Konkurrenten. Verhandlungen über eine europaweite Fusion beider Organisationen waren 2017 trotz intensiver Vermittlungsbemühungen des FPSB Deutschland gescheitert.

Wir wünschen dem neuen Führungsteam von EFPA Europe viel Erfolg im Namen aller EFA-Zertifikatsträger des FPSB Deutschland (ca. 1.500 an der Zahl).

Zinsmärchen

Im historischen Durchschnitt brachten sichere Zinsanlagen noch nie reale Erträge. Anleger sollten deshalb nicht auf das nächstbeste Ertragsprodukt setzen, sondern sich beraten lassen.

Für die Marketing-Abteilungen der Finanzdienstleister dürfte die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) der vergangenen Jahre eher ein Glücksfall gewesen sein. Denn auf Grund negativer Nominalzinsen konnten sie den Sparern hierzulande deutlich vor Augen führen, dass Bankeinlagen keinen Sinn machen und es besser ist, das Ersparte in renditeträchtige Alternativen zu investieren. „Der Haken daran ist, dass dieser viel zitierte Anlagenotstand eigentlich nicht wirklich neu ist“, sagt Professor Dr. Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des Financial Planning Standards Board Deutschland (FPSB Deutschland). „Wer genau nachrechnet, stellt nämlich fest, dass risikofreie Investments im langjährigen Durchschnitt noch nie wirklich eine auskömmliche Rendite gebracht haben.“ Zwar empfiehlt er Anlegern, nicht allein auf das Sparbuch oder Tagesgeld zu setzen. Finanzprodukten, die als eine Art „Zinsersatz“ verkauft werden, sollten sie aber äußerst kritisch gegenüberstehen. Stattdessen sollten sich Sparer mit den Grundlagen einer sinnvollen und langfristigen Geldanlage auseinandersetzen. Entscheidend, um dabei nicht auf schlechte oder vor allem marketinggetriebene Produkte hereinzufallen, ist ein objektiver Blick auf den Markt. Dabei können Investment Professionals wie die vom FPSB Deutschland zertifizierten CERTIFIED FINANCIAL PLANERN®-Professionals helfen.

 

Prof. Dr. Rolf Tilmes (links) und Prof. Dr. Peter Schaubach (rechts) gratulieren dem Gewinner des FPSB Wissenschaftspreis Peter Hoppe (Mitte)

Peter Hoppe ist der Gewinner des Wissenschaftspreises 2018 des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland). Der Preisträger konnte die Jury, die sich aus hochrangigen Wissenschaftlern zusammensetzte, im Bereich Masterarbeiten am meisten überzeugen. Hoppe wurde im Rahmen der jüngsten Mitgliederversammlung des FPSB in Frankfurt ausgezeichnet. Der FPSB Deutschland hat den Wissenschaftspreis bereits zum zweiten Mal ausgelobt. Ziel ist es, das Wissen im Bereich der Methodik der ganzheitlichen Beratung weiter zu fördern und Theorie und Praxis stärker miteinander zu verweben.