Es gibt viele Kapitalanlagen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt fällig werden – Doch meist bekommen Anleger dann nicht mehr die gleiche Verzinsung wie bei der ursprünglichen Investition – Wie man das Wiederanlagerisiko vermeidet
Über vier Prozent Zinsen gab es bei Festgeld Anfang vergangenen Jahres. Das dürfte vor allem für sicherheitsbewusste Anleger recht attraktiv gewesen sein. Doch inzwischen ist der Festgeldzins – aufgrund der Leitzinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) – in der Spitze auf rund 2,5 Prozent zurückgegangen. Wer also im vergangenen Jahr einen größeren Betrag in Festgeld investiert hatte, bekommt heute man nicht mehr den gleichen Zinssatz wie damals – und hat damit das Problem der Wiederanlage.
Dieses Wiederanlagerisiko betrifft aber nicht nur Festgeldanlagen. Auch bei festverzinslichen Wertpapieren kann es auftreten. Denn auch sie werden irgendwann fällig. Und schließlich gilt das auch für abgeschlossene Versicherungen. Im vergangenen Jahr zum Beispiel waren es fast 102 Milliarden Euro, die allein deutsche Lebensversicherer an ihre Kunden ausgezahlt haben. Das geht aus den Zahlen des Gesamtverbandes der Versicherer hervor.

