Familienheimschaukel: Wie sie funktioniert und welche Vorteile sie bringt – BFH stärkt das Familienheim

Bei der Weitergabe von Vermögen kann Schenkungsteuer anfallen – Ehepartnern bietet die Familienheimschaukel jedoch einen legalen Weg, diese zu vermeiden und Vermögen zu übertragen – Wie das funktioniert und welche Vorteile das Schaukeln sonst noch bringt, erläutert Maximilian Kleyboldt vom Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland) – BFH stärkt mit aktuellem Urteil die Planungssicherheit rund um Garten- und Nebenflächen

Das selbstgenutzte Familienheim ist für viele Familien der wertvollste Vermögensgegenstand – und zugleich ein steuerlich privilegierter Nachfolgebaustein. Das Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht sieht unterschiedliche Begünstigungen vor: Ehegatten und eingetragene Lebenspartner können ein Familienheim sowohl zu Lebzeiten als auch von Todes wegen steuerfrei erwerben. Für Kinder und Kinder vorverstorbener Kinder kommt die besondere Familienheimbefreiung dagegen nur beim Erwerb von Todes wegen und unter zusätzlichen Voraussetzungen in Betracht.

Dass das Vermögen zwischen Eheleuten ungleich verteilt ist, ist eher die Regel als die Ausnahme. Insofern kann es wünschenswert sein, dieses besser zwischen den beiden Partnern aufzuteilen. Zwar liegt der persönliche Freibetrag bei Schenkungen zwischen Eheleuten und eingetragenen Lebenspartnern bei 500.000 Euro, dieser persönliche Freibetrag gilt alle zehn Jahre neu. Liegt die Summe, um die es geht, aber darüber, fällt Schenkungsteuer an.

Premium-Event für professionelle Finanzplanung: World Financial Planning Day am 7. Oktober erstmals live in Köln

Weltweiter Aktionstag rückt die Bedeutung ganzheitlicher Finanzplanung und finanzieller Bildung in den Fokus – Das offizielle deutsche Event zum World Financial Planning Day wird gemeinsam vom FPSB Deutschland und FONDS professionell organisiert – Programm mit Fachvorträgen, Workshops und hochkarätigen Keynotes, unter anderem von Ex-Bundesbankpräsident Axel Weber

Premiere für die deutsche Finanzplanungsbranche: Zum World Financial Planning Day, dem weltweiten Aktionstag der internationalen Dachorganisation der CERTIFIED FINANCIAL PLANNER® -Professionals laden der FPSB Deutschland und das Fachmagazin FONDS professionell am Mittwoch, den 7. Oktober 2026, erstmals zu einem eigenen Premium-Event nach Köln ein.

Zum zehnten Mal findet der weltweite Finanzplanungstag statt – erstmals laden FPSB Deutschland und FONDS professionell zum Branchentreffen ein. Die Veranstaltung richtet sich in der Flora Köln - Palais im Park gezielt an CERTIFIED FINANCIAL PLANNER® -Professionals, Finanz- und Vermögensplaner, Wealth Manager sowie alle Fach- und Führungskräfte der Branche, die sich auf höchstem Niveau weiterbilden und vernetzen möchten. Für die inhaltlichen Höhepunkte sorgen namhafte Keynote-Speaker, die aktuelle Entwicklungen an den Kapitalmärkten, strategische Fragen der Vermögensallokation sowie die Zukunft professioneller Finanzplanung beleuchten.

BFH zieht die Grenze: Warum der Nießbrauch bei der Lebensversicherung schenkungsteuerlich nicht mehr direkt greift.

Der Nießbrauch ist in der Nachfolgeplanung ein beliebtes Gestaltungsmodell – Der Bundesfinanzhof versagt jetzt jedoch den sofortigen schenkungsteuerlichen Abzug des Nießbrauchs bei Lebensversicherungen – Beim Wertpapierdepot bleibt er bestehen. Dennoch gibt es beim Nießbrauch an Wertpapieren bei der ertragsteuerlichen Zurechnung der Kapitalerträge neue Vorgaben vom BMF

Nießbrauchsgestaltungen gehören zum Standardrepertoire in der Nachfolgeplanung, i.d.R. mit Immobilien und Wertpapieren, aber auch mit Versicherungen, und zwar grundsätzlich wie folgt: Eltern übertragen eine Lebensversicherung auf ihre Kinder und behalten sich zugleich den Nießbrauch vor. Ein wichtiges Motiv dafür ist der Wunsch, das eigene Vermögen schon zu Lebzeiten geordnet an die nächste Generation weiterzugeben, aber weiterhin an Erträgen zu partizipieren. Mindestens ebenso wichtig ist für die meisten zudem die Möglichkeit, schenkungsteuerliche Vorteile zu nutzen. Denn der vorbehaltene Nießbrauch stellt erbschaft- bzw. schenkungsteuerlich eine Gegenleistung dar und kann dadurch den steuerpflichtigen Wert der Schenkung mindern.

Nachfolgeplanung bei GmbH-Anteilen- Steuerfalle im Erbe: FPSB warnt vor Doppelbelastung durch latente Steuern

In der steuerlichen Nachfolgeplanung von Unternehmern liegt ein oft unterschätzter Schwachpunkt: die latente Steuerlast auf einbehaltene Gewinne in Kapitalgesellschaften – Wie Unternehmer frühzeitig vorbauen können

In der steuerlichen Nachfolgeplanung von Unternehmern wird ein Risiko häufig unterschätzt: die sogenannte latente Steuerlast. Dabei handelt es sich um Steuern auf Gewinne, die in Kapitalgesellschaften wie GmbHs thesauriert, also nicht ausgeschüttet wurden. Diese thesaurierten Gewinne unterliegen bei Kapitalgesellschaften zunächst keiner direkten Besteuerung. Erst bei einer späteren Ausschüttung an die Gesellschafter fällt die Kapitalertragsteuer an.

Im Erbfall entsteht jedoch eine steuerliche Doppelbelastung durch Erbschaft- und Einkommensteuer, die den realen Wert des Erbes empfindlich schmälern kann. Denn die Erben müssen zunächst Erbschaftsteuer auf den Wert der Gesellschaftsanteile zahlen, wobei auch die im Unternehmen angesammelten, noch nicht versteuerten Gewinne einbezogen werden. Bei einer späteren Ausschüttung dieser Gewinne wird dann zusätzlich Kapitalertragsteuer fällig.

Den Nachlass rechtzeitig regeln: Tipps und Tricks für die private Nachfolgeplanung

Da in den kommenden Jahren große Vermögen zur Weitergabe an die nächste Generation anstehen, gewinnt die private Nachfolgeplanung an Bedeutung – Der FPSB Deutschland gibt Tipps, wie Erblasserinnen und Erblasser Erbenwünsche klar festlegen, steuerliche Vorteile nutzen und für klare Verhältnisse im Ernstfall sorgen können

Wie viel Vermögen die Bundesbürger pro Jahr verschenken oder vererben, lässt sich nur grob schätzen. Es dürften aber mehr als 100 Milliarden Euro sein. Doch viele Menschen planen ihr Erbe gar nicht oder nur sehr unzureichend. „Es gibt rund um das Erbe sehr viele Missverständnisse und zudem unzureichendes Wissen“, sagt Maximilian Kleyboldt, CFP®, Vorstand des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland).

Wer seinen Nachlass jedoch frühzeitig ordnet, erspart den Angehörigen Unsicherheit, Streit und Kosten. „Die private Nachfolgeplanung umfasst dabei weit mehr als das Aufsetzen eines Testaments“, erläutert Kleyboldt. Der Finanzexperte, der neben seiner Vorstandstätigkeit beim FPSB auch Direktor im Wealth Planning der Privatbank Bethmann HAL und dort als Financial Planner und Estate Planner tätig ist, gibt hier einen Überblick über die wichtigsten Stellschrauben.

 

Weniger sparen, mehr Vermögen: Der unterschätzte Vorteil des frühen Starts

Viele junge Menschen blicken skeptisch auf ihre finanzielle Zukunft – Dabei haben gerade sie einen entscheidenden Vorteil in der Hand: die Zeit – Der FPSB Deutschland zeigt anhand konkreter Rechenbeispiele, welchen Effekt der Zinseszins für den Vermögensaufbau erzielen kann

Die Frage, ob das Geld fürs Leben im Alter reicht, beschäftigt viele Menschen hierzulande. Dies gilt gerade auch für die jüngere Generation, wie eine aktuelle Studie des Versicherers HDI verdeutlicht. Demnach blicken viele Frauen und Männer im Alter zwischen 18 und 35 Jahren skeptisch auf ihre finanzielle Situation im Alter. Und immerhin 21 Prozent erwarten bereits heute, ihren Lebensstandard im Ruhestand nicht halten zu können. Nur 13 Prozent gehen davon aus, dies später ohne finanzielle Abstriche zu schaffen.

Was die Mehrheit dabei verkennt: Wer sich bereits in frühen Jahren um die eigene Altersvorsorge kümmert, sichert sich einen enormen finanziellen Vorteil für später. „Wer mit 20, 25 oder 30 Jahren beginnt, die Altersvorsorge ernst zu nehmen, hat bereits gewonnen. Nicht durch spektakuläre Gewinne, sondern durch die Kraft der Zeit und des Zinseszinses“, sagt Marcel Reyers, CFP®, stellvertretender Vorsitzender des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland). „Viele junge Menschen unterschätzen die Kraft der Zeit beim Vermögensaufbau. Wer mit 25 Jahren beginnt, regelmäßig Geld anzulegen, hat einen Startvorteil, den Spätzünder kaum aufholen können – egal wie viel sie später sparen", erklärt Reyers und veranschaulicht dies anhand von zwei konkreten Rechenbeispielen.

Wissenschaftspreis 2026: FPSB Deutschland zeichnet exzellente wissenschaftliche Arbeiten im Bereich Finanzplanung aus

Von der Theorie für die Praxis: Der FPSB Deutschland vergibt zum zehnten Mal den viel beachteten FPSB-Wissenschaftspreis – Die prämierten Arbeiten liefern neue Einblicke und relevante Erkenntnisse zu den Themen Plattformökonomie im Privatkundengeschäft von Banken sowie der Bedeutung von Bestandsprovisionen in der Anlageberatung.

In einer Feierstunde in Frankfurt hat der Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland) bereits zum zehnten Mal den renommierten FPSB-Wissenschaftspreis vergeben. Mit dem Preis werden jährlich herausragende wissenschaftliche Arbeiten ausgezeichnet, die auf die Verbesserung und Optimierung der Methodik der Finanzplanung abzielen.

Auch in diesem Jahr wurden die Arbeiten von einer Jury aus hochrangigen Experten gründlich unter die Lupe genommen. Dazu gehören Prof. Michael Hauer, CFP®, Honorarprofessor für Finanzmärkte und Financial Planning von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden, Prof. Dr. Christian Koziol vom Lehrstuhl für Finance an der Universität Tübingen, Prof. Dr. Peter Schaubach, CFP®, CFEP®, Honorarprofessor für Family Office an der EBS Business School, Oestrich-Winkel, sowie Prof. Dr. Dirk Schiereck, von der Technischen Universität Darmstadt, Fachgebiet Unternehmensfinanzierung und Rechts- und Wirtschaftswissenschaften.

Für mehr Qualität in der Finanzberatung: FPSB Deutschland begrüßt 70 neue Zertifikatsträger

 Die Zahl der vom Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland) zertifizierten Finanzplaner wächst weiter – Die Zertifikatsträger stehen für höchste Ansprüche bei der Finanzberatung und -planung – Davon profitieren vor allem deren Kundinnen und Kunden

Das Vertrauen in die gesetzliche Altersvorsorge sinkt. Das legen Umfragen unter den Bundesbürgern immer wieder nahe. Zum Beispiel der aktuelle Deutsche Altersvorsorge Index des Deutschen Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung, der zuletzt deutlich eingebrochen ist. Mehr denn je steht, angesichts der demografischen Entwicklung hierzulande, deshalb der private Vermögensaufbau im Fokus des öffentlichen Interesses. „Und genau bei diesem Thema rücken Qualität und Professionalität der Beratung zunehmend in den Mittelpunkt“, sagt Prof. Dr. Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des FPSB Deutschland.

Garant für Kontinuität: Mitgliederversammlung des FPSB Deutschland bestätigt wichtige Amtsinhaber

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland) wurden wichtige Amtsinhaber bestätigt – Der Finanzplanerverband steht damit auch weiterhin für eine kontinuierliche Entwicklung 

Der Finanzplanerverband FPSB Deutschland setzt auf Kontinuität und geht ohne Veränderungen im Vorstand die bevorstehenden Herausforderungen im Bereich des Financial Planning an. Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung am 19. Juni 2026 standen verschiedene Positionen zur Wahl: Unter anderem die des stellvertretenden Vorsitzenden, des Schatzmeisters und des 2. Beisitzers, wobei alle drei bisherigen Amtsinhaber für die Wiederwahl kandidierten.

Im Amt als stellvertretender Vorsitzender wurde Marcel Reyers, CFP®, bestätigt. Der ausgebildete Bankkaufmann und diplomierte Bankbetriebswirt ist seit 2018 bei FINAKONS - Finanz Konsilium GmbH in Limburg an der Lahn, wo er geschäftsführender Gesellschafter ist. Zudem ist er Senior Partner bei der DWPT Deutschen Wertpapiertreuhand GmbH. Davor war Reyers in verschiedenen Funktionen, unter anderem als Wealth Planner und Private-Banking-Berater bei unterschiedlichen Banken tätig.

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz: Worauf es in der Finanzberatung künftig wirklich ankommt

Für Banken ist die Einführung von Künstlicher Intelligenz und Digitalisierung aufwändig und kostenintensiv, aber alternativlos – Allerdings sollte die persönliche Beratung dabei nicht vernachlässigt werden, rät Maximilian Kleyboldt vom Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland)

Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) ist allgegenwärtig. Nicht nur die Aktienmärkte werden maßgeblich davon angetrieben, sondern es werden auch gigantische Summen weltweit in allen Branchen in KI investiert. Zugleich sind die Fortschritte gewaltig. Vor allem agentische KI, die in der Lage ist, Aufgaben selbstständig durchzuführen, wird immer mehr zum Kernthema. Für Banken ist diese Entwicklung aus verschiedenen Gründen von entscheidender Bedeutung. Denn zum einen sehen sie sich veränderten Kundenwünschen gegenüber, auf die sie reagieren müssen. Zum anderen kommen sie aufgrund notwendiger Investitionen und eines verschärften Wettbewerbs durch Fintechs und agile junge Wettbewerber unter Kostendruck, was die Rentabilität zu schmälern droht.

 

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