Im Rentenalter droht vielen Bundesbürgern eine Versorgungslücke – Der Ausbau der privaten, aber auch der betrieblichen Altersvorsorge ist deshalb unumgänglich – Was Arbeitnehmer dabei beachten soll
Immer mehr Menschen hierzulande zweifeln an ihrer finanziellen Sicherheit im Ruhestand. Laut einer aktuellen, repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Debeka vertrauen lediglich 14 Prozent der befragten Bundesbürger auf eine auskömmliche gesetzliche Rente. Noch skeptischer sind die Jüngeren. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar weniger als acht Prozent.
Die Sorge um eine drohende Rentenlücke ist somit präsent wie nie. Gleichzeitig sinkt das Vertrauen in die gesetzliche Rente als erste wichtige Säule der Altersvorsorge. „Dabei übersehen leider viele Deutsche, dass es neben der privaten Vorsorge noch einen weiteren Baustein für die Altersvorsorge gibt, die durchaus einen effektiven Beitrag zur finanziellen Sicherheit im Alter leisten kann“, sagt Professor Dr. Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland): „Die betriebliche Altersvorsorge, kurz bAV.“
Zahl der in Deutschland zertifizierten Finanzplaner wächst beständig – Als Zertifizierungsorganisation vergibt der FPSB Deutschland international etablierte Zertifikate – Gütezeichen für Exzellenz in der privaten Finanzplanung
Ob aus Sparkasse, Volksbank, privater Bank, Finanzdienstleistungsgesellschaft, Family Office oder Vermögensverwaltung: Erneut haben sich viele Frauen und Männer hierzulande dazu entschlossen, eine weitere Stufe in ihrer beruflichen Qualifikation zu nehmen: eine Zertifizierung durch das Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland). Im Rahmen einer Feierstunde in Frankfurt hat der FPSB Deutschland am Freitag insgesamt 128 neue Zertifizierungen vergeben.
Die CERTIFIED FINANCIAL PLANNER®-Zertifizierung wurde 48mal verliehen, die Zertifizierung zum CERTIFIED FOUNDATION AND ESTATE PLANNER achtmal sowie die zum EFPA European Financial Advisor® EFA sogar 45mal. Hinzu kommen sechs Zertifizierungen zum CGA® CERTIFIED GENERATIONS ADVISOR, dem Gütesiegel im Generationenmanagement, das die erste Stufe zur Zertifizierung zum CFEP®-Professional ist. Außerdem gab es 21 neue DIN-Zertifikate über die Austrian Standards Plus GmbH.
Bereits zum 9. Mal hat der FPSB Deutschland den Wissenschaftspreis vergeben – Hochklassig besetzte Jury zeichnete zwei wissenschaftliche Arbeiten mit Relevanz für das Financial Planning aus – Bei der feierlichen Preisverleihung wurden beide Arbeiten mit jeweils 2.500 Euro prämiert
In einer Feierstunde hat der Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland) den diesjährigen Wissenschaftspreis vergeben. Ausgezeichnet wurden die Masterarbeiten von Tobias Weber von der EBS Business School, der sich mit dem Thema Private Banking auseinandersetzte, sowie von Alexandra Klemm von der Universität Leipzig, die sich des Themas finanzielle Allgemeinbildung und Künstliche Intelligenz annahm. Beide Arbeiten wurden von der Jury jeweils einstimmig ausgewählt und mit jeweils 2.500 Euro prämiert.
Der Wissenschaftspreis, der zum neunten Mal vergeben wurde, wird jedes Jahr vom FPSB Deutschland ausgelobt. Dabei sind Studierende, Doktoranden sowie wissenschaftliche Mitarbeiter deutscher Hochschulen aufgerufen, wissenschaftliche Arbeiten mit Relevanz für das Financial Planning einzureichen. „Damit wollen wir die theoretischen Grundlagen für die private Finanzplanung sowie für die finanzielle Allgemeinbildung hierzulande verbessern“, erklärt Prof. Dr. Rolf Tilmes, Vorstand des FPSB Deutschland. Zur hochrangig besetzten Jury gehörten Michael Hauer, CERTIFIED FINANCIAL PLANNER®, Honorarprofessor für Finanzmärkte und Financial Planning von der Technischen Hochschule Amberg-Weiden, Prof. Dr. Christian Koziol vom Lehrstuhl für Finance an der Universität Tübingen, Peter Schaubach, CFP® und CFEP®, Honorarprofessor für Family Office an der EBS Business School, sowie Prof. Dirk Schiereck von der Technischen Universität Darmstadt, Fachgebiet Unternehmensfinanzierung und Rechts- und Wirtschaftswissenschaften.
Um den Übergang des Unternehmens von einer Generation zur nächsten frühzeitig zu gestalten, kann eine Familienstrategie ein sinnvolles Konzept sein. Sie gibt einer Unternehmerfamilie ein eigenes Regelwerk, das Leitplanken für unruhige Zeiten und ein konstruktives Miteinander bietet.
Die Nachricht lässt aufhorchen: Immer mehr Firmen in Deutschland geben auf. Laut einer aktuellen Erhebung der Auskunftei Creditreform und des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) lag die Zahl der Unternehmensschließungen 2024 bei 196.100. Das waren 16 Prozent mehr als 2023. Registriert wurden nicht nur klassische Insolvenzen, sondern ebenfalls mehr oder minder freiwillige Geschäftsaufgaben. Und ein wichtiger Grund, warum so viele Unternehmer – darunter sehr viele kleine inhabergeführte Betriebe – das Handtuch warfen: Sie finden einfach keinen Nachfolger – auch nicht in der eigenen Familie.
Was also ist zu tun? „Um das Familienunternehmen und nicht zuletzt auch das Vermögen der Familie über die nächste Generation hinweg zu sichern, ist eine klare Strategie wichtig“, sagt Maximilian Kleyboldt, CFP®, und Vorstand des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland).
Der Bedarf an einer umfassenden und ganzheitlichen Nachfolge- und Generationenberatung nimmt hierzulande zu. Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht sind dabei wichtige Bausteine. Doch der Estate Planner muss im Beratungsprozess wichtige regulatorische Vorgaben beachten.
Es ist eigentlich ganz einfach und zudem klar gesetzlich geregelt: Mit Vorsorgevollmacht sowie Patientenverfügung können Bundesbürger vorausschauend ihren Willen dokumentieren, wenn sie selbst durch Krankheit oder Unfall nicht mehr dazu in der Lage sind, Entscheidungen zu treffen. „Doch unsere Beratungspraxis zeigt, dass sich viele Frauen und Männer nicht frühzeitig um diese Themen kümmern und sie beiseiteschieben“, berichtet Maximilian Kleyboldt, CFP®, Vorstand des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland).
Das zeigt auch eine Analyse des Uniklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) aus dem Jahr 2024. Demnach verfügt nur jeder zweite Intensivpatient in Deutschland über eine Vorsorgevollmacht oder eine Patientenverfügung. Und 39 Prozent der Befragten ohne Dokument haben sich noch nie Gedanken über diese Thematik gemacht, so die Studie. Das ist ein großes Versäumnis, schließlich können die genannten Dokumente in vielen Lebensbereichen sinnvoll sein – und sie können in jedem Alter notwendig werden, denn auch ein junger Mensch kann in die missliche Lage geraten, nicht mehr selbst entscheiden zu können.
Statt eines normalen Bankdepots können Anleger ihre Wertpapiere auch in eine Versicherungspolice einbringen – Das bietet etliche Vorteile, zum Beispiel steuerlicher Art, aber auch bei der Weitergabe des Vermögens – Es gilt dabei aber auch einiges zu beachten, weshalb professionelle Unterstützung empfehlenswert ist.
Ein Wertpapierdepot bei dem Kreditinstitut seiner Wahl zu halten, dürfte bei den meisten Anlegern der übliche und normale Weg sein, um sich langfristig ein Vermögen aufzubauen. „Es gibt aber dazu eine spannende und eher wenig bekannte Alternative, gerade für vermögende Kunden“, sagt Maximilian Kleyboldt, CFP® und Vorstand des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland). „Und zwar ein solches Wertpapierdepot oder Fonds im Rahmen einer Versicherung zu nutzen.“ Im Kern geht es also um Altersvorsorgelösungen mit regelmäßigem Sparen oder optimierter Kapitalanlagealternative.
Ohne Frage sind Lebens– und Rentenversicherungen beliebte Mittel zur Altersvorsorge, zur Depotanlageoptimierung, zur Nachfolgeoptimierung und zur Absicherung von Hinterbliebenen. „Versicherungslösungen eignen sich, um die individuellen Gestaltungswünsche des Kunden hinsichtlich Vermögen, Schenkungen und Nachlass einfach und gezielt umzusetzen“, erklärt Kleyboldt. „Sie zielen darauf ab, den Wohlstand über Generationen hinweg zu sichern, und die Kapitalanlagen können damit zusätzlich an Steuereffizienz, Flexibilität und Ertragschancen gewinnen“. Die Motive für entsprechende Versicherungslösungen, auch Fondpolicen genannt, sind folglich vielfältig.
Der europäische Dachverband der Finanzplaner EFPA, der hierzulande durch den FPSB Deutschland vertreten wird, wächst immer weiter – Die EFPA, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum feiert, gilt als eine der größten und einflussreichsten Organisationen im Finanzsektor in Europa – Zusammen mit dem FPSB Deutschland ist die EFPA bestrebt, die Finanzbildung zu verbessern
Das sich derzeit wandelnde und mit vielen Unsicherheiten behaftete Umfeld stellt Anleger beim gezielten Vermögensaufbau vor zunehmende Herausforderungen. „Aus diesem Grund gewinnt eine qualitativ hochwertige Finanzplanung, die Anleger bei ihren komplexen finanziellen Entscheidungen professionell unterstützt, zunehmend an Bedeutung“, sagt Peter Asmussen, HonCFP® und EFPA Europe Vice Chairman.
Deshalb ist es eine gute Nachricht, dass die Zahl der zertifizierten Finanzplaner immer weiter wächst. Nach Angaben der in 13 europäischen Ländern aktiven European Financial Planning Association (EFPA), beläuft sich die Zahl der zertifizierten Experten inzwischen auf 101.400 Personen. Allein in den vergangenen zehn Jahren hat sich deren Zahl in etwa versechsfacht.
Diese Entwicklung war unter anderem auf regulatorische Fortschritte bei der Professionalisierung von Finanzdienstleistungen sowie auf die Einführung spezialisierter Zertifizierungen, wie dem EFPA ESG Advisor, bei dem Finanzexperten Schlüsselkompetenzen in Bezug auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren (ESG) erlangen, zurückzuführen. „Der FPSB Deutschland, der die EFPA hierzulande vertritt, freut sich, Teil dieses Dachverbandes zu sein, der sich als einer der einflussreichsten und größten im europäischen Finanzsektor etabliert hat“, sagt Prof. Dr. Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland). „Das erklärte Ziel der Organisation ist ebenso wie das des FPSB Deutschland, die finanzielle Allgemeinbildung zu verbessern, aber auch an der Entwicklung eines regulatorischen Rahmens mitzuwirken, der das Umfeld für einen gezielten langfristigen Vermögensaufbau weiter verbessert“, so Tilmes weiter, der neben seiner Vorstandstätigkeit auch Academic Director Finance, Wealth Management & Sustainability Management an der EBS Executive School in Oestrich-Winkel ist.
Ein detaillierter finanzieller Überblick über die gesamte Familie ist bei einer professionellen Finanz- und Generationenberatung ein wichtiges Erfolgskriterium. Warum ein Genogramm das ideale Werkzeug dafür sein kann.
Man kennt es eigentlich aus der Mediation, der Therapie oder der systemischen Beratung: das Genogramm. Das grafische Werkzeug, das einem Stammbaum ähnelt, dient in erster Linie dazu, familiäre Beziehungen und Muster über mehrere Generationen hinweg darzustellen. Immer mehr wird das Genogramm aber auch in der professionellen Finanzplanung eingesetzt. Und das aus gleich mehreren Gründen.
„Ein Genogramm, also eine systemische Familienaufstellung zum Thema Finanzen und allen damit verbundenen Geldthemen, ist ein sehr wichtiges Instrument, um Klarheit in die finanzielle Situation zu bringen“, sagt Professor Dr. Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland). „Es kann hilfreich sein, um die individuelle Situation der gesamten Familie zu verstehen und langfristige Ziele zu definieren.“
Denn auf diese Weise erhält der Anleger einen detaillierten Überblick über die finanzielle Situation seiner Familienstruktur, inklusive Vermögen, Schulden, Einkommensquellen und monetären Verpflichtungen. Damit wird zum Beispiel das Vermögen genau beziffert und den jeweiligen Familienmitgliedern zugeordnet. „Eine solche Übersicht ist auch nützlich, um familiäre Muster zu erkennen, wie zum Beispiel wiederkehrende finanzielle Verhaltensweisen oder Erbschaftsregelungen. So kann man besser planen, wie man zukünftige finanzielle Herausforderungen meistert oder Vermögen aufbaut und weitergibt“, so Tilmes weiter.
Die Regelung des eigenen Erbes ist in der Regel ein komplexer Prozess, der strategische und emotionale Herausforderungen mit sich bringt. Aber die meisten Deutschen beschäftigen sich nur sehr ungern mit dem Thema. Warum das ein – möglicherweise auch sehr kostspieliger – Fehler ist.
Der Anlass, sich mit dem Thema Erbschaft zu beschäftigen, ist in der Regel ein trauriger. Laut einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Deutschen Bank von Ende 2024 wird über das Erbe am ehesten nach Schicksalsschlägen gesprochen. Demnach ist für 39 Prozent der Deutschen die schwere Erkrankung eines Angehörigen oder Freundes der Hauptgrund, sich über das eigene Testament Gedanken zu machen - und für 28 Prozent ist es ein Todesfall im nahen Umfeld.
Dass die Bereitschaft, sich mit dem Thema Erbschaft zu befassen, gering ist, zeigt ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Nur 35 Prozent der potenziellen Erblasser in Deutschland haben überhaupt ein Testament verfasst. „Schweigen und aufschieben ist aber die schlechteste Lösung“, sagt Maximilian Kleyboldt, CFP®, und Vorstand des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland). Er rät dazu, sich frühzeitig um die eigene Vermögens- und Nachlassplanung zu kümmern.
Bereits seit 2012 erreicht die Global Money Week, eine internationale Kampagne zur Finanzbildung der OECD, Millionen Kinder und Jugendliche in über 176 Ländern – Ziel ist es, finanzielles Wissen frühzeitig und anschaulich mit unterschiedlichen Formaten und Angeboten zu vermitteln – Die Aktionswoche wird in diesem Jahr wieder vom FPSB Deutschland unterstützt
Finanzielle Bildung gewinnt in einer immer komplexeren Welt zunehmend an Bedeutung. Dabei ist Finanzwissen viel mehr als nur Kenntnis über Konten und Kredite. Es geht vor allem auch um die Befähigung, an der richtigen Stelle die richtigen Fragen zu stellen. Genau hier setzt die Global Money Week, die in diesem Jahr vom 17. bis zum 23. März stattfindet, an. Denn das Motto der bereits zum 13. Mal weltweit stattfindende Kampagne des internationalen OECD-Netzwerks für finanzielle Bildung (OECD/INFE) steht in diesem Jahr unter dem Motto „Think before you follow, wise money tomorrow“.
Der Claim für Deutschland lautet: „Denke nach, bevor du folgst – kluges Geld für morgen.“ Das Thema soll die Bedeutung eines verantwortungsvollen und informierten Umgangs mit den persönlichen Finanzen unterstreichen, indem man sich der potenziellen Risiken im Finanzsektor bewusst ist. „Es geht vor allem darum, ein Gespür dafür zu entwickeln, wie digitale Finanztrends, Finfluencer und Künstliche Intelligenz es erschweren, verlässliche Finanzberatung zu identifizieren – insbesondere für junge Menschen“, erläutert Professor Dr. Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland). Wie bereits im Vorjahr beteiligt sich der FPSB Deutschland an der Global Money Week.