Welches sind die Beratungsgrundsätze der CFP®-Zertifikatsträger?

Grundsätze ordnungsmäßiger Finanzplanung

Die Grundsätze ordnungsmäßiger Finanzplanung stellen eine ganzheitliche Finanzplanung sicher. Die Grundsätze ordnungsmäßiger Finanzplanung finden Anwendung auf alle Phasen der Finanzplanung.

  1. Vollständigkeit bedeutet,
    alle Kundendaten zweckadäquat zu erfassen, zu analysieren und zu planen.

    Dieses beinhaltet alle Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwände, Einnahmen und Ausgaben, die Erfassung notwendiger persönlicher Informationen und die Abbildung des persönlichen Zielsystems des Kunden.

  2. Vernetzung bedeutet,
    alle Wirkungen und Wechselwirkungen der einzelnen Daten in Bezug auf Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, auf Erträge und Aufwände, Einnahmen und Ausgaben unter Einschluss persönlicher, rechtlicher, steuerlicher und volkswirtschaftlicher Faktoren zu berücksichtigen

  3. Individualität bedeutet, den jeweiligen Kunden mit seiner Person, seinem familiären und beruflichen Umfeld, seinen Zielen und Bedürfnissen in den Mittelpunkt der Finanzplanung zu stellen und keine Verallgemeinerungen zu diesen Punkten vorzunehmen.

  4. Richtigkeit bedeutet,
    die Finanzplanung im Grundsatz fehlerfrei, nach dem jeweils aktuellen Gesetzgebungsstand und nach anerkannten Methoden der Finanzplanung durchzuführen. Planungen können per se nicht richtig, sondern nur plausibel sein und allgemein anerkannten Verfahren der Planungsrechnung entsprechen.

  5. Verständlichkeit bedeutet,
    dass die Finanzplanung einschließlich ihrer Ergebnisse so zu präsentieren ist, dass der Kunde sie versteht und nachvollziehen kann sowie seine im Rahmen des Auftrags gestellten Fragen beantwortet erhält.

  6. Dokumentationspflicht bedeutet,
    dass die Finanzplanung einschließlich ihrer Prämissen und Ergebnisse in schriftlicher oder anderer geeigneter Form dem Kunden zur Verfügung zu stellen ist.

  7. Einhaltung der Ethikregeln bedeutet,
    dass ein Berater in privaten finanziellen Angelegenheiten im Interesse seiner Kunden die für ihn geltenden Ethikregeln - Vorrang des Kundeninteresses, Integrität, Objektivität, Fairness, Professionalität, Kompetenz, Vertraulichkeit und Sorgfalt - beachten muss.

Haftung im Financial Planning

thumb haftungWährend haftungsrechtliche Aspekte beim Vertrieb von Anlage- und Versicherungsprodukten durch die Rechtsprechung bereits umfassend aufgegriffen und konkretisiert worden sind, ist dies in Bezug auf das Financial Planning, das nicht auf einen bloßen Produktvertrieb abzielt, sondern eine planerische Dienstleistung beinhaltet, bislang nicht der Fall.

Sowohl die regulatorischen Vorgaben als auch der maßgebliche zivilrechtliche Pflichtenstandard sind bislang nur vereinzelt diskutiert und erörtert worden, obwohl – insbesondere bei der Betreuung größerer Vermögen – auch mit dem Financial Planning Haftungsrisiken verbunden sind, die Fragen in Bezug auf die Risikovermeidung bzw. -reduzierung aufwerfen.

Der FPSB Deutschland hat deshalb – unter weitgehender Ausblendung des produktbezogenen Umsetzungsprozesses – die Fragestellungen aufgegriffen, die in Bezug auf die Erstellung einer Finanzplanung aus haftungsrechtlicher Sicht von Bedeutung sind. Das FPSB Positionspapier „Haftung im Financial Planning“ identifiziert zum einen vorhandene Haftungsrisiken und zeigt zum anderen Möglichkeiten zur Eingrenzung dieser Risiken auf.

Download FPSB Positionspapier „Haftung im Financial Planning“

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05.08.2017 - Zentralprüfung

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